BSV MD: Aufstiegsfavoriten knapp aber verdient besiegt | 20.01.2012 Am vergangenen Wochenende fand das mit Spannung erwartete Spitzenspiel in der 2.Nordliga der Männer zwischen dem gastgebenden BSV 93 Magdeburg III(2.) und der SpG Bandits Magdeburg/Barleben (3.)statt. Während die Gäste mit einem Sieg im Pokal über Fortschritt Burg (1.Nordliga) gut ins neue Jahr gestartet sind, mussten die Landeshauptstädter eine empfindliche Auswärtsniederlage beim Punktspiel in Solpke/Mieste II einstecken. Dementsprechend motiviert präsentierten sich die Gastgeber von der ersten Minute den zahlreich erschienen Zuschauern. Spielertrainer Knorrn stellte die übliche 6:0-Abwehr auf eine etwas offensivere 5:1-Abwehr um. Davon versprach er sich, den wurfgewaltigen und spielerisch starken Rückraum der Gäste früh zu stören. Mit Marcel Strebe auf der "Spitze" ging dieses Konzept voll auf und die Gastgeber konnten den Barleber Spielaufbau ein ums andere Mal entscheidend stören und entsprechende Ballgewinne verzeichnen. Ãœber die Tempogegenstösse und auch die 2.Welle kamen die Olvenstedter zu leichten Torerfolgen. Aber auch im Positionsangriff glänzten die BSV’ler mit schön vorgetragenen Kombinationen (Römbach, Strebe, Leischke) oder auch durch starke Einzelaktionen von Stefan Knorrn, der immer wieder an den 6-Meter-Raum vorstoßen und meist nur auf Kosten eines 7-Meters gestoppt werden konnte. Die Magdeburger spielten die Barleber phasenweise schwindelig und strahlten von allen Positionen Gefahr aus. Nach einem ausgeglichenen Beginn der Partie (5:4, 7.) setze sich der gastgebende BSV mit zunehmender Spieldauer etwas ab. Ãœber die Zwischenstände 8:5 und 13:9 wurde beim Stand von 18:13 die Seiten gewechselt.

Nach der Halbzeit bot sich das gleiche Spiel. Die Hausherren machten da weiter, wo sie in Halbzeit eins aufgehört hatten und spielten druckvoll und konzentriert ihre Angriffe aus. Die Olvenstedter legten wieder furios los und konnten den Vorsprung gar bis zum 25:15 ausbauen. Es bahnte sich ein regelrechtes "Debakel" für die eigentlich sehr starken und ebenbürtigen Gäste an. Während sich Barleben immer wieder in Einzelaktionen verzettelten oder die Angriffe ihrerseits zu schnell abschlossen, hielt der BSV 93 an seiner konsequenten Spielweise fest. Dazu kam, dass sich die Barleber in einigen Situationen, in einer ansonsten zwar harten aber fairen Partie, von den Schiedsrichtern benachteiligt fühlten und durch ihr Reklamieren mit 2-Minuten Strafen bedacht wurden und sich selbst dezimierten. Nachdem der Spielmacher der Gäste nach 3x2 Minuten (41.) die rote Karte sah, deutete alles auf einen deutlichen Sieg der Gastgeber hin. Aber aus unerfindlichen Gründen kam ein Bruch ins Spiel der Magdeburger. In der Defensive wurde nicht mehr konsequent verschoben bzw. gearbeitet und man somit die Ordnung in der Abwehr verlor. So ermöglichte man dem Barleber Rückraum (Gottschalk, Schmidt, May) immer wieder leichte Tore. Desweiteren stellten die Gäste ihren Angriff um und gestalteten ihr Spiel mehr in die Breite, womit die Olvenstedter gar nicht zurecht kamen. Was keiner der Anwesenden für möglich gehalten hatte, trat ein. Die Olvenstedter machten nun die gleichen Fehler wie die Gäste zu Beginn der Partie und das Spiel drohte zu Gunsten der Barleber zu kippen. Der 10-Tore-Vorsprung schmolz und beim Stand von 36:32 (55.) war das Spiel wieder offen. Diese imposante Aufholjagd hatte jedoch viel Kraft gekostet.
Letztlich gelang es den Magdeburgern den Vorsprung über die Zeit zu retten und das Spielfeld als Sieger zu verlassen.
Bemerkenswert war die Moral der Gäste, die trotz des zwischenzeitlich hohen Rückstandes, sich nicht aufgaben und bis zum Ende kämpften. Dies wurde auch insofern belohnt, dass sich die SpG Bandits Magdeburg/Barleben im Falle eines direkten Vergleiches (Hinspiel 25:23)gegen die Magdeburger durchgesetzt haben. Das Fazit vom Spielertrainer Knorrn fiel dementsprechend durchwachsen aus: "Meine Mannschaft hat in den ersten 40 Minuten ihre bisher spielerisch beste Saisonleistung gezeigt und konnte vor allem als Team wieder überzeugen. Leider haben wir ab Mitte der 2. Halbzeit den Spielfaden völlig verloren und zwar knapp aber ich denke dennoch verdient gewonnen. Am Ende haben wir durch Unkonzentriertheit und mangelnder Disziplin uns eines besseren Ergebnisses selbst beraubt. Kompliment auch an die Barleber für ihre wirklich tolle Moral. Es war ein sehr gutes Spitzenspiel was allen Akteuren alles abverlangte."
Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung beim BSV ragten an diesem Tag Römbach, Strebe und Knorrn besonders heraus.

Für den BSV spielten: Wesemann, Thielke, Back, Härtling (2), Kühne, Volmer, Knorrn (3), Asmus (4), Binder (1), Strebe (11), Leischke (4), Römbach (12), Burgdorf
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